Wer auf Baustellen arbeitet, begegnet dem roten Hilti-Logo häufig: Das Unternehmen steht für Elektrowerkzeuge, Befestigungs- und Brandschutzsysteme – und zunehmend auch für Software und Services. Von der Werkstatt zur internationalen Gruppe Die Geschichte von Hilti beginnt 1941: Der Ingenieur Martin Hilti und sein Bruder Eugen gründeten das Unternehmen in Schaan, Liechtenstein. Von einer kleinen Maschinenbauwerkstatt …
Hilti: Bauinnovation mit starker Verankerung in der Schweiz

Wer auf Baustellen arbeitet, begegnet dem roten Hilti-Logo häufig: Das Unternehmen steht für Elektrowerkzeuge, Befestigungs- und Brandschutzsysteme – und zunehmend auch für Software und Services.
Von der Werkstatt zur internationalen Gruppe
Die Geschichte von Hilti beginnt 1941: Der Ingenieur Martin Hilti und sein Bruder Eugen gründeten das Unternehmen in Schaan, Liechtenstein. Von einer kleinen Maschinenbauwerkstatt entwickelte sich Hilti über Jahrzehnte zu einer global tätigen Gruppe für die Bau- und Instandhaltungsindustrie.
Bis heute ist das Unternehmen familiengeführt bzw. in Familienhand – ein Faktor, der langfristige Investitionen und Kontinuität begünstigt.

Das Erfolgsprinzip: direkte Kundennähe und hohe F&E-Quote
Hilti setzt konsequent auf direkte Kundenbeziehungen. Weltweit arbeiten rund 15.000 Teammitglieder unmittelbar mit Kundinnen und Kunden zusammen – online, am Telefon, vor Ort und über eigene Hilti Center.
Das bringt Praxisfeedback dorthin, wo es zählt: in Entwicklung, Systemdesign und Serviceprozesse.
Im Unternehmensprofil wird diese Nähe quantifiziert: Hilti nennt rund 300.000 Kundenkontakte pro Tag. Gleichzeitig investiert das Unternehmen etwa sieben Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung – ein Wert, der erklärt, warum Produkte, Software und Befestigungslösungen in kurzen Zyklen weiterentwickelt werden.
Mit über 34.000 Mitarbeitenden und Aktivitäten in mehr als 120 Ländern ist das heute eine echte Industrieplattform, die die gesamte Wertschöpfungskette von Entwicklung über Fertigung und Logistik bis hin zu Verkauf und Service abdeckt.

Schweiz-Fokus: Präsenz, Arbeitsplätze und schnelle Wege
Für die Schweiz ist Hilti nicht nur ein „Nachbar“, sondern ein relevanter Arbeitgeber und Partner der Bauwirtschaft. Gerade in einem Land, in dem Präzision, Normentreue und Arbeitssicherheit zentral sind, zahlt sich diese Kombination aus Technik, Beratung und Service besonders aus.
Die Schweizer Landesgesellschaft Hilti (Schweiz) AG hat ihren Sitz in Zürich. Zusätzlich werden für die Schweiz rund 550 Mitarbeitende genannt – mit Arbeitsstandorten in Zürich und St. Gallen. Für die Praxis bedeutet das lokale Beratung und schnelle Verfügbarkeit von Geräten und Systemen.
Projekte und Anwendungen: Wo Hilti sichtbar wird
Hilti ist besonders dort stark, wo Befestigung, Sicherheit und Effizienz kritisch sind – etwa in Infrastruktur, Hochbau und Sanierung.
Eine anschauliche Referenz ist die Restaurierung der Battersea Power Station in London: Dort kamen nach Hilti-Angaben rund 40.000 Dübel zum Einsatz.
Ein zweites Beispiel kommt aus Hong Kong, wo SafeSet-Technologie für Befestigungen an Hochhäusern eingesetzt wurde, um den Prozess zu beschleunigen und das manuelle Reinigen von Bohrlöchern zu reduzieren.
Beim Bund Garden River Bridge Projekt in Pune (Indien) halfen lokale Ingenieurteams, Ankerlösungen für Lichtmasten und Geländer unter engen Terminen umzusetzen.

Sicherheit und Nachhaltigkeit als Leitplanken
Bemerkenswert ist, wie Hilti „Safety by Design“ beschreibt: Gebäudesicherheit wird als Zusammenspiel von Tragwerk, MEP-Stabilität und Brandschutz verstanden – und entsprechend als integrierte Strategie gedacht.
Dazu gehören Engineering-Software (z. B. zur regelkonformen Bemessung) sowie digitale Workflows, die Planung und Ausführung enger zusammenbringen.
Auch die wissenschaftliche Anbindung ist sichtbar: Hilti nennt Kooperationen mit der ETH Zürich und der Technische Universität München, unter anderem zur Weiterentwicklung von Brandschutztests und technischen Leitlinien.
Parallel adressiert das Unternehmen Nachhaltigkeit im eigenen Footprint; auf der Konzernseite werden hohe DGNB-Bewertungen (Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) für Produktionsstandorte hervorgehoben.
Für Bauunternehmen, Planer und Handwerk heisst das: Lösungen, die nicht nur funktionieren, sondern Abläufe messbar verbessern – von der Befestigung über Arbeitssicherheit bis zur digitalen Projektkoordination.








